In der Sozialraumaufstellung werden nicht nur Personen, sondern auch Orte, Institutionen bzw. deren Akteur:innen und Ressourcen im Raum sichtbar gemacht. Bezogen auf die vorliegende Frage- oder Problemstellung werden Dynamiken und Interaktionen zwischen sozialen, räumlichen, institutionellen Faktoren betrachtet. Dadurch wird spürbar, wie Menschen und Systeme – Nachbarschaften, Gemeinden, Organisationen – aufeinander wirken und welche Auswirkungen auf die psychosoziale Ebene damit einhergehen.
Die Methode eignet sich besonders für Anliegen mit Bezug zu Raum, Ort oder Liegenschaft und kann, insbesondere in krisen- oder konfliktreichen Situationen, aufschlussreiche Impulse bringen. Sie unterstützt dabei, Spannungsfelder, Potenziale und nächste Schritte klarer zu erkennen.
Anwendungsbereiche:
... Anliegen mit Bezug zu Raum und Raumnutzung
... problembehaftete (sozial)räumliche Dynamiken
... Übergaben, An- und Verkauf von Grundstücken und Liegenschaften
Sozialraumaufstellungen sind geeignet für:
... Besitzer:innen und Eigentümer:innen
... Nutzer:innen und Interessensgruppen
... Menschen, die Zusammenhänge zwischen Mensch, Struktur und Raum verstehen wollen.

Für problematische raumbezogene Prozesse kann ein Blick in systemische Hintergründe und Dynamiken sowie deren Historie hilfreich sein.
Auch für bereits verfestigte Strukturen können so neue Perspektiven gefunden und alternative Lösungsimpulse sichtbar werden.